Pfingstentour Sachsen 2014 – 2015

oder „die Lok wartet“

Nachdem Willi Südmeier letztes Jahr einen sehr guten Kontakt zur Nachbarsektion Hameln geknüpft hatte, fuhren wir letztes Jahr Pfingsten im Rahmen der 53. Hameln-Pirmaer-Kletterfreundschaftfahrt mit in die Sächsische Schweiz. Da wir in den Pirnaer Bergkameraden exzellente Gebietskenner antrafen (unter ihnen wahre Kletterlegenden des Elbsandstein) konnten wir sehr interessante Gebiete dieser riesigen Kletterregion gezielt kennen lernen und hatten obendrein noch Vorsteiger. Vorsteigen in Sachsen ist ja bekanntermaßen eine Sache für sich und so konnte man auch mal entspannt „hinterher latschen“, manchmal auch nicht so ganz ohne Anspannung (wie im Bild der berühmte Überfaller zum großen Schornstein an der Lokomotive im Rathener Gebiet).
Schon am Begrüßungsabend nach der langen Autofahrt bekam man den ersten Vorgeschmack in Sachen „gefühlter 1000 Jahre“ Klettererfahrung der „Elbsandstein-Helden“ und man lauschte der einen oder anderen Geschichte. Willi stellte als Geburtstagskind dabei die nötigen Lausch-Getränke. Diese wurden auch das ganze Wochenende dringend benötigt, denn wie noch einmal zur Erinnerung, war letztes Jahr Pfingsten das heißeste Wochenende im ganzen Sommer. Jeden Tag unerträgliche Hitze an den Felsen und große Dehydrierung tagsüber, der abends im Quartier mit großer Anstrengung begegnet wurde. Wir kletterten dann immer an den Schattenseiten der Türme. Eine durchaus sinnvolle Strategie, weil der Gebrauch von Magnesia auch nicht erlaubt ist.
Die Besteigung der Lokomotive war dann auch der emotionale Höhepunkt des Aufenthaltes im Elbsandstein und ich war auch noch in der Seilschaft mit einer kleinen Legende aus unserem niedersächsischen Klettern, Rainer Leiwesmeier. Man sah ihm die Anspannung an, denn er kannte den Weg auch noch nicht. Ich war mir meiner Sache im Nachstieg schon sicherer, da ich ja in unserer Sektion in Sachen Überfallen eine gute Grund-ausbildung über Armin Heckert genossen hatte (Überfallweg am Mittagsfels in Lüerdissen). Nachsteig hin oder her – denn wer in dieser Tour im Nachstieg fliegt, „titscht“ beim Überfaller auch gut gegen den Fels. Wer sich das Ganze mal anschauen möchte, findet bei youtube nette Beiträge. Abends mussten wir dann noch die Sachsen-Kletterertaufe bestehen, die in diesem Jahr auch wieder auf einige wartet.
Also allen Grund zur Freude. Denn Pfingsten geht es dann wieder dorthin zu neuen Abenteuern mit den Sachsenlegenden und den Hamelnern, mit denen man unbedingt häufiger in unserer Felsenheimat Klettern gehen müsste.