Die Klettersaison 2013

Wie allen sicherlich noch in guter Erinnerung, war dieses Frühjahr doch sehr stark durch den langen Winter geprägt. Deshalb liefen die Kletteraktivitäten doch eher träge an. Alle langen Wochenenden der 1. Saisonhälfte konnten nicht entsprechend genutzt werden, ob es Ostern war, oder Pfingsten. Genauso ging an Fronleichnam auch nicht viel.

Ziemlich schnell stand dann fest, dass sich unsere Sektionskletterer für den Sommerurlaub in verschiedene Gruppen aufteilen werden. Urgestein Norbert Franzen zog es zum Klettern in den Genfer Raum. Willi Südmeier war wieder in den Dolomiten unterwegs, während ich die eine Kletterurlaubswoche, die ich von meiner Familie zugestanden bekommen hatte, mit Klaus Kämmerling u.a. im Wallis erfolgreich verbrachte. Hier konnten wir, wie auch im Vorjahr, einige Viertausender besteigen.

Nach dem mäßigen Frühjahr hatte es der Herbst aber dafür in sich. Denn in den Herbstferien zeigte sich der Oktober von seiner schönen Seite. Da ich als Lehrer „unterrichtsfreie Zeit“ zugebilligt bekam, konnte ich nun einmal richtig zuschlagen. Es kamen zwei richtige Sportwochen zustande, wobei die erste Ferienwoche, dank der noch geltenden Sommerzeit, ausreichend Licht und Sonne zumindest bis 18.00 Uhr bot.

Rad- und Klettersport wechselten sich gegenseitig ab. An den Sonnentagen ging es dann raus an die Felsen. Zunächst waren wir mit 6 Personen in Holzen. Nach einer verspäteten Abfahrt vom Treffpunkt, der Schuldige fühle sich hiermit angesprochen, konnte die Sonne dann doch noch entsprechend genutzt werden. Später saßen alle wieder in der Eisdiele in Hess. Oldendorf zusammen, um im Dunkeln den Klettertag mit einem traditionellen Eis zu beschließen. Zwei Tage später waren wir dann zu dritt an den Luerdisser Klippen unterwegs. Auch hier wählten wir bewusst die südliche Ausrichtung der Felsen, um die doch schwächer werdende Sonne zu nutzen. Wir stiegen dann mit den letzten Sonnen-strahlen in die Westkante des Haderturms ein, die ich nach langen Jahren mal wieder klettern konnte (sie ist häufig im Frühjahr und Sommer gesperrt, wegen Vogelbrut in diesem Sektor). Ja, es war fast eine Art Alpenglühen im Ith, welches zwei weitere Tage später am Hohenstein noch übertroffen wurde. So eine Abendstimmung hatte ich an unseren Felsen in 30 Jahren noch nicht erlebt. Darum war es auch nicht schlimm, als ich mich, nun doch schon mit schweren Armen, im dämmerigen Abstieg zum Auto richtig auf den Hosenboden setzte und sich mein malträtierter Steiß aus der Turnhalle noch einmal zu Wort meldete.

Auch diese beiden Male krönten wir das Klettern mit dem Eisvergnügen in Hess. Oldendorf, aber zum „draußen“ essen war es dann doch immer schon zu kalt.

Nach der Uhrenumstellung kam auch noch schlechtes Wetter hinzu, so dass wir in der folgenden Woche einmal zum Bouldern in der Halle in Bielefeld waren. Der Ausflug nach Bielefeld lohnte sich, weil wir danach noch die Vorstellung der Europeen Outdoor Film Tour besuchten. Tags darauf war dann wieder unser Donnerstag-Termin an der Kletterwand in der Pöttcherhalle, den wir diesmal trotz Schulferien nutzen konnten.

Alles in allem war es ein intensiver Kletterendspurt zum Saisonschluss des Kletterns draußen an den Felsen. Auch dieses mal möchte ich unseren Aktiven wie Willi, Norbert, Uwe, Klaus, Georg, Sybille, Jan, Jonas, Lennart, Leon, Sören und natürlich Dietmar... danken, die uns mit ihren E-Mails und Facebook-Eintragungen immer wieder nach draußen treiben, wenn auch nicht jeder immer dabei sein kann.

Es grüßt der Markus