Ausbildungsbericht zum Trainer-C Bergsteigen im Verwall von Markus Smetan

Lehrgangsbeginn zum Fußball-WM-Finale

Nachdem mich Klaus Kämmerling mehrfach angesprochen hatte, entschloss ich mich, eine Ausbildung im DAV zu absolvieren. Das aktuelle Tourenbuch war eigentlich gar nicht so voll, sodass ich bangen musste, überhaupt zugelassen zu werden. Denn in den letzten 3 Jahren, die für den DAV interessant waren hatte ich gar nicht mehr so viele Unternehmungen durchgeführt. Die großen „Dinger“ mit Dietmar & Co waren nun schon ein paar Jahre her und danach kamen ja lange Jahre der Bergabstinenz auf dem Rennrad. Letztlich reichte es doch locker, bloß der Kurs, den ich mir ausgesucht hatte, lag ein bisschen ungünstig. Eigentlich wollte ich mit Dirk Kahmann zusammen den Kurs machen, der hatte sich diesen Kurs ausgesucht und ich wollte mich da nachträglich mit anhängen. Letztlich konnte Dirk nicht teilnehmen, sodass ich alleine in den sauren Apfel beißen musste, möglicherweise das Fußball-WM-Finale zu verpassen. Nach einer langen Anreise per Auto, die ich schließlich alleine durchführte, da sich keine Fahrgemeinschaft mit anderen Kursteilnehmern bilden konnte, stieg ich am Finaltag mit Bergkamerad Thomas Tigges, einem „Landsmann“ aus dem Sauerland von St. Anton aus auf die Darmstädter Hütte auf. Oben angekommen war meine erste Frage gleich, ob ein Fernseher zu Verfügung stehe, um das Finale zu schauen. Im Vorfeld hatte ich seinerzeit eine E-Mail an die Hütte geschrieben. Diese blieb aber unbeantwortet. So musste ich hoffen bis zur Ankunft. Aber der Hüttenwirt verneinte mit einem Grinsen. So blieb mir nichts anderes übrig als, wie zu Beginn des Fernsehens, am „Weltempfänger“ zu lauschen (Bern 1954 - da gab´s mich aber noch gar nicht). Nach 2 Stunden anstrengendem Lauschen und Bierkonsum, um den Hüttenwirt zufriedenzustellen, legten sich alle Teilnehmen zumindest zufrieden und müde ins Bett, um am anderen Morgen den Lehrgang mit einem kleinen Kater zu beginnen. Wenn man dann morgens zu spät hoch kommt und beim Frühstücksbuffet umherirrt ist das sehr unangenehm. Aber an ersten Tag durfte man sich noch um das akademische Viertel verspäten. Das sahen einem die Bergführer noch nach. Dann ging es die folgende Woche in eine gut strukturierte Ausbildung bei gutem Wetter. Der Kurs vor uns hatte nicht so viel Glück mit Petrus. Der wurde von den Verantwortlichen sogar abgebrochen. Wir brachten den Kurs schließlich gut über die Runden und die gefürchtete Teilprüfung konnte ich auch erfolgreich gestalten. Aber das war ja nur die erste Runde. Die Abschlussprüfung im Aufbaukurs, bei dem ich mich gerade angemeldet habe ist die eigentliche Hürde. Ich hoffe nur, dass ich mir nicht einen Kurs ausgesucht habe, bei dem der Termin wieder so ungünstig liegt und ich wenigstens auch bei der Sektionshochtour teilnehmen kann.